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Mach dir keine Gedanken,
wie ein philosophisches Leben aussehen könnte,
lebe dein Leben so,
wie es deiner Philosophie entspricht.
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Warum meine Philosophie publik machen?
Der Hauptgrund liegt darin, dass das Ende meiner letzten Beziehung mich ziemlich aus der Bahn geworfen hat.
Nachdem der erste grosse Schmerz etwas abgeklungen ist, habe ich begonnen tief in mich zu gehen, mein Verhalten zu beurteilen
und nicht zuletzt meine Wünsche, Ziele und Träume zu formulieren. Als eine direkte Folge davon, ist auch diese Homepage entstanden.
Für mich war es wie eine Art Herausklettern aus einem tiefen Loch. Deshalb habe ich auch den Namen SIPAPU gewählt.
Einige Erfahrungen möchte ich hier weitergeben. Es wird aber kein öffentlicher Seelen-Striptease. Vielmehr versuche ich, dir meine Erkenntnisse und
Ansichten zu vermitteln, um vielleicht auch dich zum Nachdenken zu bewegen.
Das wichtigste ist, dass man eine Person hat, mit der man über alles reden kann. Ich habe in meinen Schwestern solche Personen. Ohne sie wäre
es ungemein härter gewesen.
Ich denke, dass ich langsam meine innere Ruhe wieder finde und wenn ich einmal mir selber verzeihen kann, dann denke ich, dass ich gestärkt daraus hervorgehe.
Die hier aufgeführten An- resp. Einsichten sind zum jetzigen Zeitpunkt aktuell. Ich denke aber, dass sich meine Einstellung
und Lebensphilosophie in nächster Zeit noch sehr stark ändern wird. Habe ich doch neue Tätigkeiten aufgenommen, die mich wohl
stark beeinflussen werden.
Hale wú yu ga I sv
Do na dio sv i
Wi ja lo sv
Ha le wú yu
Do na dlo sv
Excerpt from Clanad's song "I will find you"
Theme from "The Last of the Mohicans"
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... He thought of something the old man in the bed had told him.
When you find the one that you think fits, then grab on for dear
life. Bosch didn't know if she was the one, but for the moment
he held on with everything he had left.
Excerpt from Micheal Connelly's "The Last Coyote"
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Zu allererst möchte ich ein paar Anregungen zum Nachdenken geben:
- Sprecht miteinander
Die wohl schmerzlichste Erkenntnis, die ich machen musste. Aus Angst, die im Nachhinein
nicht unbegründet erscheint, hatte ich nie den Mut, meine Wünsche zu äussern. In einer Partnerschaft sind die gemeinsamen Gespräche die Basis für
ein Zusammenleben. Gemeinsam kann man so Kompromisse finden.
Ein wichtiger Aspekt ist die Streitkultur. Wie haben doch Savage Garden
gesungen - "I believe the sun should never set upon an argument". Dem stimme ich vollkommen zu. Auch wenn es manchmal hart ist, nur so kann das Problem gelöst werden. Am nächsten Morgen ist es vielleicht schon zu spät.
Bedenke, jede Träne bedeutet, dass von der Liebe ein Teil verloren geht - und das beinhaltet auch die innerlich vergossenen Tränen. Bedenke aber, dass
die Art und Weise, wie man sich beim Streiten verhalten will, einmal besprochen werden sollte, wenn kein solcher vorhanden ist.
Weiter sollte man sich immer bewusst sein, dass niemand die Gedanken des anderen lesen kann. Das Verhalten des Partners darf nicht interpretiert werden,
sondern kann nur durch gemeinsame Gespräche verstanden werden.
- Sich Ziele, Träume und Wünsche setzen, machen das Leben liebenswert und sind Basis für eine hohe Lebensqualität.
Auch du darfst solche haben. Es darf aber nicht vergessen werden, dass man auch versuchen soll, diese zu verwirklichen!
Sein Leben nur auf Andere ausrichten ist komplett falsch und man wird sich einmal garantiert fragen: "Ist es das gewesen?".
Bedenke, die Zeit, die vergangen ist, hat dich zwar geformt und dich zu dem gemacht, was du bist. Du wirst sie aber nie mehr zurückerhalten bzw.
du wirst diese nie mehr leben können.
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- Glücklich sein hängt nur von einem selber ab.
Diese Aussage stammt von Aristoteles. Auf den ersten Blick erscheint das etwas egoistisch. Auch ich habe diese Aussage anfangs nicht
verstanden. Bei näherer Betrachtungsweise ist diese aber nicht so abwegig.
Niemand hat die Gewissheit, dass eine Partnerschaft Bestand hat. Alles der Partnerschaft unterzuordnen ist denkbar schlecht. Früher
oder später wird immer eine innere Leere entstehen. Es mag fast erscheinen, dass dieser Punkt im Gegensatz zum Ersten steht. Bedenke aber, dass
ich sage, dass du bereit sein musst, Kompromisse einzugehen.
Chrigi hat mir Folgendes mitgeteilt:
Jeder ist sich selbst und eine einzigartige Persönlichkeit. Jeder muss für sich selbst herausfinden, was ihn glücklich macht, was man im Leben erreichen
will oder was man an sich ändern will, aber nicht, weil es die andern wollen. Frage dich selbst, wie du sein möchtest und ändere dann dementsprechend
Sachen an dir. Ich habe eingesehen, dass mein Glück von gar niemandem abhängig ist oder sein sollte.
Ich denke, dies trifft auch in einer Partnerschaft zu. Lass dem Partner seine Wünsche und Träume. Versuche nicht, diese durch deine eigenen zu verdrängen.
Wenn du das nicht kannst, so ist die Partnerschaft unweigerlich zum Scheitern verurteilt.
Falls eine Beziehung zu Ende geht, so denke ich, dass folgendem Punkt höchste Aufmerksamkeit zuteil kommen sollte:
- Sei ehrlich
Das ist ein Punkt, da verstehe ich das Verhalten vieler Leute nicht. Weshalb kann man nicht ehrlich sein zu der Person, die man
einmal geliebt hat?
Ich weiss, für jenen, der die Beziehung beendet, ist es immer einfacher, dies auf "Raten" zu machen. Aber ist man sich nicht
bewusst, was man dann seinem ehemaligen Partner antut?
Was passieren wird, ist, dass von der Beziehung früher oder später nur ein "schwarzes Loch" zurückbleiben wird. Auch wenn der Schmerz
mit der Zeit vergeht, wird dieser Punkt immer unterschwellig vorhanden sein. Ein Vertrauen wird sich nie mehr einstellen. Und Gespräche
ohne gegenseitiges Vertrauen werden immer oberflächlich sein.
Klar ist das zum Zeitpunkt, an dem eine Beziehung endet, nicht prioritär. Aber dann geschieht genau das, dass man unfair wird und
früher oder später nicht mehr miteinander spricht.
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Wie weiter...
Was ich hier vermittle, ist von der Seite aus gesehen, die verlassen wurde. Ich denke, dass jemand der eine Beziehung beendet hat, sich
auch nie auf eine solche Web-Seite begeben wird. Ich glaube, jeder wird auf seine Art und Weise auf das Ende einer Beziehung reagieren. Doch
gebe ich hier meine Betrachtungsweise wieder. Für mich war es eine sehr schwere Zeit. Mit etwas Abstand sehe ich, dass ich auf gewisse Punkte,
evtl. falsch reagiert habe. Ich möchte dir hier einige Anregungen geben.
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Stehe zu deinen Gefühlen und deinem Schmerz. Es hat keinen Sinn, dir einzureden, dass es nicht weh tut. Aber sei dir bewusst,
dass es nichts bringt, diese Gefühle deinem ehemaligen Partner mitzuteilen. Dafür sind dir nahe stehende Personen bestimmt.
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Egal, was dein ehemaliger Partner sagt. Du bist nicht alleine Schuld daran, dass die Beziehung nicht funktioniert hat.
So wie es zwei Personen dafür braucht, dass sie funktioniert, braucht es auch zwei Personen, dass dem eben nicht so ist. Das ist
der Punkt, unter dem ich am meisten gelitten habe. Es hat unzählige Diskussionen gebraucht, bis ich das endlich begriffen habe.
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Du bist kein schlechter Mensch. Auch wenn du das zu diesem Zeitpunkt nicht
einsehen willst/kannst bzw. dir das vorgeworfen wird. Es gibt immer Personen, denen du etwas bedeutest.
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Schreibe auf, wie du die Beziehung gesehen hast. Ich habe das getan und es hat mir sehr
geholfen. Ich weiss nun besser, wo ich mich falsch verhalten habe. Ich weiss aber auch, dass ich gewisse Sachen, die ich für
mich behalten habe, besser auch ausgesprochen hätte. Dies hätte vielleicht zu jenem Zeitpunkt weh getan, aber ich hätte
dann auch nicht mich verraten.
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Stelle dich wieder in den Mittelpunkt. Beginne Sachen, die du vielleicht schon lange aufgeschoben hast. Ich habe z.B. Triathlon
als neue Sportart aufgenommen, diese Website ist entstanden, habe mit Yoga begonnen (sehr empfehlenswert, um die innere Ruhe
wieder zu finden), ich gehe wieder vermehrt in die Natur.
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Das Leben geht weiter. Wie hat mir doch eine liebe Freundin gesagt: Es gibt einen ganz speziellen Menschen auf dieser Welt, der auf dich
wartet bzw. nur für dich geschaffen ist.
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Verarbeite das Geschehene, behalte die guten sowie schlechten Zeiten in Erinnerung. Aber das Allerwichtigste: Nutze die Chance zu einem Neuanfang.
Jetzt mit ein bisschen Abstand sehe und beurteile ich das Ganze viel positiver. Irgendwie hat sich dadurch die Möglichkeit ergeben, aus dem Weg
in eine Sackgasse auszubrechen...
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